Förderangebote

Schulische Heilpädagogik im Rahmen der integrierten Schülerförderung

Förderzentrum

Das Förderzentrum steht den Schülerinnen und Schülern ab der 5. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe zur Verfügung und befindet sich im Pavillon OSZ in Gommiswald. Die Lehrpersonen sind unter der Tel. Nr. 079 688 96 81 erreichbar.

Grundlagen ISF

Die Oberstufenschulgemeinde Gommiswald-Ernetschwil-Rieden führt seit Beginn des Schuljahres 1999/2000 die integrative Schulungsform für Lernende mit besonderen Bedürfnissen und Begabungen.

Die Umsetzung erfolgt nach dem folgenden Konzept, welches auf dem kantonalen Konzept fördernde Massnahmen vom 9. Februar 2006 basiert. Das kantonale Konzept richtet sich nach den Weisungen des Kantons, in Ausführung von Art. 34ff. des Volksschulgesetzes vom 13. Januar 1983 und Art. 6ff. der Verordnungen über den Volksschulunterricht vom 11. Juni 1996.

Beschreibung des Angebots

In der integrativen Schulungsform besuchen Lernende mit besonderen Bedürfnissen die Regel­klasse und wer­den durch Fachpersonen zusätzlich unterstützt. Die Fachperson für Schulische Heilpädagogik berät und unterstützt die Lehrpersonen. Das Angebot der Oberstufenschule Gommiswald-Ernetschwil-Rieden umfasst die Schulzeit von der 7. bis zur 9. Klasse. Für Lernende mit individuellen Lernzielen besteht die Möglichkeit, die 9. Klasse in der Werkjahrschule Uznach zu besuchen. Während der Berufs­ausbildung besteht das Angebot der schulischen Nachbetreuung.

Ziele der Unterstützung

Die Oberstufenschule Gommiswald-Ernetschwil-Rieden unterstützt Lernende mit besonderen Bedürfnissen im kognitiven, emotionalen oder sozialen Bereich und ermöglicht ihnen so in der Regelkasse zu verbleiben. Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrpersonen und weiteren Fachpersonen von besonderer Bedeu­tung. Ein weiterer Schwerpunkt ist das frühzeitige Erkennen von besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Dadurch kann ein Beitrag zur Präven­tion geleistet werden. Lernende werden auf die berufliche Eingliederung vorbereitet.

Arbeitsweise

Die Arbeit mit Lernenden findet inte­griert in der Klasse (Team Teaching), in kleinen Gruppen oder mit einzelnen Kindern statt. Die Arbeitsweise in der integrativen Schulungsform entspricht den Grund­sätzen einer heilpädagogischen UnterrichtsgestaItung.

Besondere Schwerpunkte sind:

·         Förderdiagnostik und Förderplanung

·         Handlungsorientiertes und ganzheitliches Lernen

·         Individualisierung und Differen­zierung

·         Orientierung an den Ressourcen des einzelnen Kindes.

Die Ziele der Förderung werden in einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern, der Klassenlehrperson und der Fachperson für Schulische Heil­pädagogik festgelegt und überprüft. Die konkrete Planung der Förderung ist Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen der Klassenlehrperson, den Fachlehrpersonen und der Fachperson für Schulische Heil­pädagogik. Bei Bedarf können der SPD oder weitere Fachstellen beigezogen werden.

Überarbeitetes Projekt Sonderpädagogik

Die Sonderpädagogik dient der Unterstützung der Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf. Dazu gehören sowohl Lernende mit Schulschwierigkeiten in den verschiedenen Entwicklungsbereichen der Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz als auch Lernenden mit besonderen Begabungen. Die Sonderpädagogik umfasst gezielte Unterstützung im Rahmen des Klassenunterrichts und unterrichtsergänzende Massnahmen. Sie sind vor allem darauf ausgerichtet, die Stärken der Kinder zu berücksichtigen und für die Förderung zu nutzen. Ein Konzept, welches beispielsweise Abklärungen des Förderbedarfs, Lernzielvereinbarungen und Standortbestimmungen, Lernstandsdokumentationen, eine zielgerichtete Förderung sowie die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten regelt, ist notwendig, um einen effizienten und effektiven Ablauf zu gewährleisten. Die ehemaligen Primarschulgemeinden Rieden, Ernetschwil-Gebertingen sowie Gommiswald und die Oberstufenschulgemeinde erstellten ursprünglich ein eigenes Förderkonzept. Diese Konzepte waren auf die damaligen örtlichen Verhältnisse vor Ort abgestimmt. Die Schule Gommiswald verfügte nach der Fusion der ehemaligen Schulgemeinden über kein einheitliches und vom Amt für Volksschule bewilligtes Förderkonzept. Ein weiterer Grund für die Überarbeitung des Förderkonzeptes drängte sich aufgrund der Neugestaltung der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen aufgrund des neuen Finanzausgleichs, in deren Rahmen sich der Bund aus der Mitfinanzierung und Steuerung der Sonderschulung zurückgezogen hat (XIV. Nachtrag zum Volksschulgesetz), auf. Der Schulrat erteilte daher im Herbst 2013 den Schulleitungen den Auftrag, das Förderkonzept zusammen mit den schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu überarbeiten. Die Kernpunkte des neuen Förderkonzeptes beinhalten den Beibehalt der bestehenden und zweckmässigen Förderung in den Aussenstandorten Rieden und Ernetschwil. Im Rahmen der Synergienutzung wird aktuell ein Förderzentrum für die Oberstufe und die Primarschule Gommiswald in den Gebäulichkeiten der Oberstufe (Pavillon) aufgebaut.